Handgemacht in Deutschland


Sonderanfertigungen 
Neben unseren Standardmodellen fertigen wir für Ihre Kunden auch maßgefertigte Fassungen an. Hier werden Stegweiten und Scheibenbreiten und/oder -höhen den Wünschen Ihres Kunden entsprechend angepasst, um einen optimalen Sitz der Fassung zu ermöglichen. Ebenfalls fertigen wir in unserem Haus auch Sonderanfertigungen nach Ihren eigenen Vorlagen an. 


Mustersendungen
Ihr Kunde ist unschlüssig, für welches Modell oder welche Farbe er sich entscheiden soll? Bei Bedarf stellen wir Ihnen, gegen eine geringe Bearbeitungsgebühr, eine individuelle und auf den Kunden abgestimmte Mustersendung zusammen. So können Sie gemeinsam mit dem Kunden die für ihn richtige Fassung finden. 


Reparatur- und Aufarbeitungsservice 
Ihrem Kunden ist die geliebte Brille runtergefallen und muss nun repariert werden oder sieht nach einiger Zeit einfach nicht mehr so frisch aus? Gerne können Sie in diesen Fällen die Fassungen zu uns einsenden. Nach Rücksprache werden die Fassungen in unserem Hause repariert, überarbeitet und/oder regeneriert. 


Individuelle Wunschgravuren 
Da jede Hornbrille ein Unikat ist, soll auch die Bügelgravur eine sein. Bei Bestellung können Sie uns gerne die Wunschgravur Ihres Kunden nennen, Name, Telefonnummer oder… Oder Sie schicken den Bügel der verkauften Fassung ein, der Kunde wird sich über „seine“ Brille freuen. 


Wiederbeschaffung 
Ihr Kunde hat seine Brille verloren oder möchte das Modell, welches er seit längerem trägt, als „Neuauflage“ haben? In fast allen Fällen können wir die Fassung neu anfertigen. Dies gilt auch für defekte Bügel oder Mittelteile

Unsere Brillen

Die Fertigung der Naturhornbrille

Die Aufbereitung des Horns ist neben der Farbwahl entscheidendes Kriterium für die Güte einer Büffelhornfassung.
 Die Hörner der Wasserbüffel sind fest und massiv.

Die Rohlinge zur Brillenfertigung werden in Längsrichtung aus dem massiven Teil heraus-geschnitten. Bei den sogenannten Vasenhörnern, diese sind im oberen Teil hohl und lediglich die Spitze ist massiv, wird ein Horn zunächst in Faserrichtung der Länge nach aufgespalten, erhitzt und danach gepresst.


Aus diesen gepressten, halben Hörnern werden Rohlinge herausgeschnitten, die dann für die Brillenherstellung weiter verwendet werden.


Durch neue Techniken können mittlerweile verschiedene Arten Horn miteinander kombiniert werden, was neue Farbvarianten ermöglicht.
Zusätzlich werden andere natürliche Materialien, wie Seide und Wurzelholz eingearbeitet. Durch die vielfältigen Kombinationen gibt es heute echte Hornfassungen in allen erdenklichen und gewünschten Farbvariationen.


Der entstandene Rohling, gleich ob aus einem einzigen massiven Teil in Naturfarbe oder aus mehreren Schichten zusammengesetzt, stellt die Basis für eine Brillenfassung dar.


Hier wird zunächst die Innen-, danach die Aussenform ausgefräst, wobei schon bei diesem Arbeitsgang Form, Farbe und Maserung der späteren Brille festgelegt werden.
 Danach erhält sie am Schleifstein die gewünschte Kontur. Dann wird die Brille in reiner Handarbeit weiterverarbeitet: gefeilt und geschabt.
 Wenn die Form der Brille weitgehend fertiggestellt ist, werden Scharniere eingesetzt. Verwendet werden Qualitätsscharniere aus deutscher Fertigung. Damen mit einem besonderen Fingerspitzengefühl übernehmen die Endpolitur der Brille. Diese Politur bietet auch einen Schutz gegen natürliche Umwelteinflüsse. 

Zum Abschluss werden alle Brillenfassungen noch einer strengen Qualitätssicherung unterzogen. Nur Produkte in einem einwandfreien Zustand dürfen unser Haus verlassen.


Bügelanpassung
Ausarbeiten Nasenstegs
Gravieren
Fräsen
Bearbeitung Außenkante

Verglasungsanleitung für Naturhornfassungen


Faustregel:

  • Bügel vor dem Einsetzen der Gläser abschrauben
  • Ventilette auf ca. 200 Grad einstellen, vorwärmen
  • Mittelteil unter ständigem Bewegen etwa 15 Sekunden erhitzen
  • Mittelteil etwa 15 Sekunden aus der Ventilette nehmen
  • Mittelteil unter ständigem Bewegen weitere 15 Sek. erhitzen

Nun sollte das Mittelteil etwa "handwarm" sein und die Gläser können eingesetzt werden. Fassungen aus Naturhorn werden auch bei Erwärmung niemals so weich wie Kunststoffe. Bei zu starker Erwärmung laufen Sie Gefahr, dass das Material schrumpft oder die Politur zerstört wird. Außerdem verbrennen Sie sich die Finger.

 Merke: Das Material wird nur heißer, aber nicht weicher



In Naturhornbrillen sollten generell Kunststoffgläser eingesetzt werden, da diese, ebenso wie das Naturmaterial, auf Temperaturschwankungen reagieren. 

Bei Fassungen mit geraden oder nur leicht geschwungenen Oberrändern sollten Sie asphärische Gläser wählen. 

Die Gläser dürfen nicht zu groß geschliffen werden (etwas "Spiel" der Gläser verschwindet beim Erkalten von selbst, notfalls kann man Naturhorn auch "schrecken"). 

Das Glas hat dann die richtige Größe, wenn Sie es unmittelbar nach dem Einsetzen noch etwas drehen können. Sitzt es sofort fest, ist das Glas zu groß! Die Fassung bekommt später Spannung und kann reißen.

TIPP:

Stützglas vorschleifen, um die Größe zu kontrollieren!
 Denken Sie daran, die Facettenspitze des Glases zu brechen!

Anpassen der Bügel:

Beim Erwärmen sollte dem Bügel so viel Hitze zugeführt werden, dass er ganz durchgewärmt ist. Ist der Kern des Materials nicht genügend warm, so wird die innere Spannung den Bügel nach einiger Zeit wieder aufstellen und ein erneutes Anpassen wird erforderlich. Auch hier gilt, nicht zu heiß!

Inklinationsänderung:

Die Härte des Materials gestattet eine Veränderung der Inklination nicht im montierten Zustand. Die Bügel müssen demontiert werden und der Neigungswinkel am Mittel- teilscharnier verändert werden.

Reinigen:

Das Reinigen von Hornfassungen darf niemals im Ultraschallbad erfolgen, am besten nutzen Sie hierfür ein Mikrofasertuch.

Auf Anforderung erhalten Sie Übungsmaterial, mit dem Sie Probeverglasungen durchführen können.

Verglasung 1
Verglasung 2
Verglasung 3
Verglasung 4
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